Die ersten Wochen mit einem Neugeborenen sind besonders, intensiv und manchmal auch ein wenig überwältigend. Denn es gibt unglaublich viele Ratschläge, Tipps und Meinungen zu Neugeborenen. Von der Familie, von Freunden, aus dem Internet und manchmal sogar von Fremden im Supermarkt. Aber nicht alles, was man hört, stimmt auch wirklich. Manche Vorstellungen über Neugeborene sind mittlerweile zu regelrechten Mythen geworden.
In diesem Blog räumen wir mit drei weit verbreiteten Mythen auf und unsere erfahrenen Expertinnen (und Mütter) erklären, was in dieser ersten besonderen Zeit tatsächlich hilft. Vor allem, wenn du dein Baby gerne nah bei dir trägst.

Dies ist vielleicht die bekannteste Fabel. Viele Eltern hören, dass sie ihr Baby „nicht an das Tragen oder Halten gewöhnen“ sollen, da es sonst zu abhängig würde. Aber ein Neugeborenes kann überhaupt nicht verwöhnt werden. Im Gegenteil: Nähe ist ein Grundbedürfnis. Im Bauch hörte dein Baby ständig deinen Herzschlag, spürte Bewegung und Wärme.
Nach der Geburt verändert sich die Welt plötzlich grundlegend. Da ist es völlig normal, dass ein Neugeborenes am liebsten ganz nah bei dir sein möchte. Eine Babytrage oder ein Tragetuch können hierfür eine wunderbare Lösung sein. Dein Baby spürt deine Wärme, hört deinen Herzschlag und bewegt sich mit deinem Körper mit. Das vermittelt Ruhe und Geborgenheit. Und das Schöne daran ist: Während dein Baby zufrieden an dir liegt, hast du die Hände frei, um dich zu bewegen, spazieren zu gehen oder einfach deinen Tag fortzusetzen.
Natürlich schlafen Neugeborene viel. Aber die Vorstellung, dass ein Baby vor allem in einem Bett oder einem Laufstall liegen sollte, stimmt nicht ganz. Neugeborene sind nämlich dafür gemacht, getragen zu werden. Weltweit ist das schon seit Tausenden von Jahren ganz normal. Babys schlafen, trinken und beobachten, während sie eng an ihren Eltern anliegen.
In einer ergonomischen Babytrage sitzt dein Baby zudem in einer natürlichen Haltung: mit gewölbtem Rücken, den Knien etwas höher als dem Po und dem Köpfchen dicht an deiner Brust. Viele Babys schlafen in einer Trage sogar ruhiger. Die Kombination aus Bewegung, Wärme und Nähe wirkt beruhigend.
Für Eltern kann es außerdem hilfreich sein, wenn ihr Baby Schwierigkeiten hat, selbstständig einzuschlafen. Das bedeutet natürlich nicht, dass ein Bettchen nicht wichtig ist. Aber es ist völlig in Ordnung, wenn dein Baby auch viel Zeit an deiner Seite verbringt.

Manchmal wird Eltern geraten, ihr Baby schon früh „selbstständig“ sein zu lassen. Zum Beispiel, indem sie es öfter allein liegen lassen oder es weniger oft hochheben. Doch Selbstständigkeit entsteht gerade aus Geborgenheit und Verbundenheit.
Wenn sich ein Baby sicher fühlt, weil es gehalten, getragen und getröstet wird, entwickelt es Vertrauen. Dieses Vertrauen bildet die Grundlage für spätere Selbstständigkeit. In den ersten Monaten geht es also nicht darum, loszulassen, sondern gerade um Nähe.
Eine Babytrage oder ein Tragetuch kann dabei auf ganz natürliche Weise helfen. Dein Baby fühlt sich sicher und geborgen, während es gleichzeitig die Welt um sich herum entdecken kann. In deinen Armen.
Die vielleicht wichtigste Botschaft für frischgebackene Eltern: Vertraut auf euer Bauchgefühl. Es gibt viele Meinungen darüber, wie man ein Baby „richtig“ versorgen „sollte“. Aber letztendlich kennt ihr euer Baby am besten. Wenn euer Baby ruhig wird, wenn es ganz nah bei euch liegt, ist das keine schlechte Angewohnheit, sondern einfach ein Bedürfnis.
Das Tragen kann in dieser ersten Zeit eine wunderbare Möglichkeit sein, diesem Bedürfnis gerecht zu werden. Es hilft deinem Baby, sich zu entspannen, unterstützt die natürliche Körperhaltung und schenkt euch beiden Ruhe in einer Welt, die noch so neu ist. Und vielleicht ist das das Schönste von allem: Ein Neugeborenes braucht eigentlich nur wenig. Vor allem dich.❤️